- Fotos: Luisa Diegel

FULDA Motto: Brücken bauen in frühe Bildung

"Kita-Einstieg": Segenreiches Programm für tägliche Herausforderungen

12.01.18 - Vor allem Kinder von Familien mit besonderen Zugangshürden, die bisher nicht oder nur unzureichend von der instiutionellen Kindertagesbetreuung erreicht wurden, sollen vom bundesweiten Programm "Kita-Einstieg" profitieren. Im Rahmen dieser Angebote wird beispielsweise über die Möglichkeiten der frühen Bildung in Deutschland aufgeklärt, es werden erste Einblicke in das System der Kindertagesbetreuung und Kindertagespflege vermittelt und Vorbehalte abgebaut werden. Bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstagmorgen im Fuldaer Stadtschloss informierten sich viele Erzieher über das Programm.

"Die Herausforderungen jeden Tag in den Kitas sind sehr groß. Es gibt viele Schwierigkeiten zu bewältigen, das kostet die Erzieher viel Kraft und Energie", beginnt Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld seine Eröffnungsrede. Doch er will den Erzieherinnen und Erziehern Mut machen, um die Aufgaben in Zukunft besser zu meistern. Denn er wisse über die Engpässe und die täglichen Aufgaben in den Kitas Bescheid. "Sie stehen vor Herausforderungen, die es vor 15 Jahren noch nicht gegeben hat - denn unsere Stadt hat sich verändert." Auch deshalb freut es ihn umso mehr, dass sich nun auch Fulda mit dem "segenreichen Bundesprogramm" besser aufstellen will. "Es ist eine echte Hilfestellung für eine bestmögliche Früherziehung."

Dr. Heiko Wingenfeld

Zielgruppe des Bundesprogramms sollen neben geflüchteten Menschen auch alle bildungsfernen und sozial benachteiligten Familien sein. Wingenfeld sieht vor allem in der Arbeit mit geflüchteten Familien großen Bedarf. "Wir müssen Überzeugungsarbeit leisten und das Bundesprogramm als Chance nutzen, enger zusammenzurücken. Denn der "Kita-Einstieg" entwickelt oder ergänzt Angebote, die den Einstieg von Kindern in das System der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung vorbereiten und unterstützend begleiten. "Kinder die keine oder wenig Förderung in ihren Jahren vor der Einschulung bekommen, stehen oft hinten an. Egal ob es um Pünktlichkeit oder den Schulranzen packen geht - es ist ein Teufelskreis, aus dem die Kinder schwer wieder herauskommen", ist sich Bernhard Lindner, Kreisvorsitzender der AWO Fulda sicher.

In Fulda wurde bereits im August 2017 in Zusammenarbeit mit der AWO eine Koordinierungsstelle sowie drei Fachkraftstellen eingerichtet. In den Stadtteilen Südend und Ziehers Nord wurden darauffolgend Miniclubs eingerichtet, die in Kooperation mit den ansässigen Kitas stehen. Derzeit werden 31 Kinder in Miniclubs betreut - in diesem Monat kommen noch weitere Miniclubs hinzu. In 2018 soll das Bundesprogramm unter Einbeziehung der Kindertageseinrichtung erweitert werden.

Um einen Überblick zu bekommen, in welchen Bereichen Hilfe benötigt wird, wurden Bedarfsanalysen vor Ort erstellt. Die Kita "Entdeckerinsel" hat bereits mitgeteilt, wo sie Unterstützung in Anspruch nehmen möchte. "Es mangelt vor allem an Übersetzern. Aber auch der Abbau von Vorurteilen ist ein wichtiger Punkt", so Susanne Zeh-Ziegler (Luisa Diegel) +++


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